ANTRAG

Antrag zur Aufnahme des Themas „Biber und Bibermanagement im Stadtgebiet Viersen“ in die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft am 28. September 2026

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN beantragt, das Thema „Biber und Bibermanagement im Stadtgebiet Viersen“ auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft am 28.09.2026 zu setzen.

Zudem beantragen wir, Herrn Andreas Pook, Abteilungsleiter 66/1 Wasser beim Kreis Viersen beziehungsweise Ansprechpartner der Unteren Wasserbehörde, zu dieser Sitzung einzuladen und ihn um einen fachlichen Vortrag zum Thema Biber, wasserwirtschaftliche Auswirkungen und Bibermanagement im Stadtgebiet Viersen zu bitten.

Begründung

Der Biber ist in Nordrhein-Westfalen wieder heimisch geworden und breitet sich zunehmend auch in Gewässerlandschaften des Niederrheins aus. Diese Entwicklung ist aus Sicht des Natur- und Artenschutzes grundsätzlich erfreulich, bringt jedoch zugleich neue Anforderungen an Kommunen, Wasserbehörden, Flächeneigentümerinnen und Flächeneigentümer sowie die Gewässerunterhaltung mit sich.

Auch im Stadtgebiet Viersen ist das Thema inzwischen relevant. Am Hammer Bach gibt es bereits eine Biberpopulation. Darüber hinaus konnte aktuell ein erster Nachweis im Naturschutzgebiet Rintger Bruch erbracht werden. Damit stellt sich für Viersen die Frage, wie frühzeitig ein sachgerechter, naturverträglicher und zugleich praxistauglicher Umgang mit dem Biber organisiert werden kann.

Ein fachlicher Bericht durch die Untere Wasserbehörde des Kreises Viersen kann dazu beitragen, den Ausschuss über folgende Punkte zu informieren:

  • aktuelle Nachweise und Entwicklung der Biberpopulation im Stadtgebiet Viersen,
  • ökologische Bedeutung des Bibers für Gewässer, Auen, Feuchtgebiete und Biodiversität,
  • mögliche Konflikte, etwa bei Gewässerunterhaltung, landwirtschaftlicher Nutzung, Wegen, Entwässerung oder Hochwasserschutz,
  • rechtliche Rahmenbedingungen des Biberschutzes,
  • Zuständigkeiten von Stadt, Kreis, Wasser- und Naturschutzbehörden,
  • Möglichkeiten eines vorausschauenden Bibermanagements,
  • Handlungsoptionen für das Stadtgebiet Viersen.

Gerade weil erste lokale Vorkommen bereits bestehen und weitere Ausbreitung zu erwarten ist, sollte der Ausschuss frühzeitig über Chancen, Herausforderungen und notwendige Abstimmungsprozesse informiert werden.

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