Stadtplanung und Stadtentwicklung

14.02.22 Antrag auf Änderung der Planung zur Umgestaltung des Alten Tierparks in Süchteln

Die Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN beantragt, die vorliegenden Planungen zur Umgestaltung des Alten Tierpark in Süchteln in folgender Wiese zu modifizieren:

– Verlagerung der geplanten Boulebahn von der Fläche südlich der Johannes-Kepler-Realschule in die Mitte der Wiese westlich der Schule.

– Wegfall einiger redundanter Wegeverbindungen

– Zusammenführung und parallele Anordnung der verschiedenen Sportangebote auf einer Fläche (z.B. bei „Sportpunkt 1“)

Begründung:

Die bislang für die geplante Boulebahn vorgesehene Fläche südlich der Schule bietet wenig Raum und ist für gemeinsame sportliche Gruppenaktivitäten wenig attraktiv. Diese Fläche liegt unmittelbar an einer vielgenutzten Wegeverbindung und vor einigen Klassenzimmern der Realschule. Zu den Unterrichtszeiten würde diese Lage für Ablenkungen sowohl der Schülerschaft als auch der Nutzer/-innen der Boulebahn führen. Außerdem behindern die dort stehenden Bäume die Planung und den Bau, so dass eventuell auch noch mit weiteren Baumfällungen zu rechnen ist.

Die große Rasenfläche westlich der Schule bietet dagegen ausreichend Raum für die Boulebahn und wird im Sommer ebenfalls durch Blattwerk beschattet. Mit diesem Standort würde die geplante Boulebahn zum Mittelpunkt der gesamten Parkanlage. Die Nutzung der zentralen Wiese für das Boulespiel unterstützt den Charakter des Alten Tiergartens als attraktive Freizeitfläche für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils und der umgebenden Quartiere.

Um dem Projekt den nötigen Schub zu verleihen und damit sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für das gemeinsame Boulespiel im Park begeistern, sollten schon in der Planung die besten Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die vorgesehene Fläche südliche Schule bietet dafür wenig Perspektive, die zentrale Wiese umso mehr.

Um möglichst viel Grün und möglichst wenig biologisch tote Fläche im Park zu haben, könnte man auf einige der geplanten Wegeverbindungen verzichten, die in ihrer Funktion redundant sind. Dabei wären die kürzesten Verbindungen zwischen Start- und Zielpunkten (hauptsächlich Busbahnhof und Schule) bereits gewährleistet, so dass keine „Trampelpfade“ entstehen würden. (s. Skizze anbei)

Die parallele Aufstellung von Sportgeräten für das Outdoor-Fitness wird auch in öffentlichen Parkanlagen immer beliebter. Sportlerinnen und Sportler sind diese Anordnung aus den Studios gewohnt. Die Zusammenführung der Sportflächen würde den Sporttreibenden die Kommunikation untereinander erleichtern und das Gruppenerlebnis fördern. Hier kann ein konzentrierteres Muskeltraining absolviert werden, während das Ausdauertraining joggend oder walkend auf den Parkwegen erfolgen kann. Der Untergrund der Sportfläche könnte aus der wassergebundenen Deckschicht bestehen, die auch für die Wegeverbindungen vorgesehen ist.

 

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