Viersener Grüne loben Wirtschaftsförderung und fordern öffentliche Co-Working Spaces in allen Ortsteilen

Die Ratsfraktion der Viersener Grünen lobt die Pläne der städtischen Wirtschaftsförderung, einen öffentlichen Co-Working Space im Ortsteil Dülken einzurichten, in dem man gegen Gebühr sein Büro aufschlagen kann, wenn man als kleines selbständiges Unternehmen, als Freiberufler oder für ein „Home Office“ über keinen eigenen Büroraum verfügt – oder einem nach Monaten des Zu-Hause-Arbeitens die Decke auf den Kopf fällt. Ratsfrau Annika Enzmann-Trizna, neues Mitglied im Ausschuss für Wirtschaftsförderung: „Wir haben uns genau diese Forderung für unser Wahlprogramm überlegt und würden es begrüßen, wenn wir dieses Angebot nicht nur in Dülken, sondern in allen Stadtteilen Viersens nach und nach verwirklichen könnten. Co-Working Spaces sind eine echte Alternative zu eigenen Büroräumen und ermöglichen Ein-Mann- oder Eine-Frau-Unternehmen, aber auch Menschen, die seit Corona und wahrscheinlich auch in der Zukunft mehr von zu Hause aus arbeiten werden, soziale Kontakte in den Pausen. Co-Working am Wohnort ist auch ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz, weil Fahrtstrecken vermieden werden.“

In ihrem Programm zur Wahl am 13. September fordern die Grünen im Kapitel zur Wirtschaftsförderung, „bestmögliche Bedingungen für Kleinunternehmen, Start-ups und Freiberufler zu schaffen“, und wollen für sie „Büro- und Besprechungsräume mit zeitgemäßer digitaler Infrastruktur zur Verfügung stellen, die nach individuellem Bedarf zu günstigen Preisen flexibel vermietet werden.“

Jörg Eirmbter-König, als neues Ratsmitglied ebenfalls bei den Grünen ab sofort für die Wirtschaftsförderung zuständig, begrüßt auch den Plan der Stadt, Mittel aus dem Sofort-Förderprogramm des NRW-Heimatministeriums für die Stadtteilzentren zu beantragen: „Wir wollen kreativen Firmengründerinnen und -gründern eine gute Starthilfe in die unternehmerische Existenz bieten – egal ob digital oder analog. Einen Ideenwettbewerb auszurichten, leerstehende Ladenlokale in den Zentren anzumieten oder übergangsweise zu erwerben – das passt genau in unser Konzept. Ich sehe die städtische Wirtschaftsförderung hier auf dem richtigen Weg. Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Weniger Leerstände und Raum für Existenzgründungen, gerne auch für Kunst- und Kunsthandwerk! Vielleicht kommen die Leute dann am Ende nicht nur für den Einkauf, sondern auch einfach mal wieder zum Schaufensterbummel.“

Neben Co-Working Spaces und die Unterstützung von Start-ups durch die Stadt fordern die Viersener Grünen in ihrem Wahlprogramm auch als neue Idee für den innerstädtischen Einzelhandel einen Arbeitgebergutschein für Arbeiter und Angestellte, mit dem diese bis zu 44 Euro pro Monat im örtlichen Einzelhandel ausgeben können – ohne das dafür Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge anfallen. Der Gutschein in Form von einer Prepaid Karte kann für Einkäufe im teilnehmenden Einzelhandel, aber beispielsweise auch für den ÖPNV, Schwimmbäder und Elektrotankstellen eingesetzt werden. Die Grünen wollen dieses Projekt gemeinsam mit der städtischen Verwaltung und örtlichen Unternehmen planen und umsetzen.

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