Viersener Grüne wollen Fahrradstraßen und Fahrradzonen

Die jüngste Novelle der StVO macht´s möglich: Die Grünen wollen in den vier Kernbereichen der Viersener Stadtteile zunächst Fahrradstraßen, später auch zusammenhängende Fahrradzonen einrichten. Fahrräder haben in diesen Bereichen absoluten Vorrang, der Anlieger- und Anlieferverkehr soll aber weiterhin möglich sein. Auch der Grüne Pfeil für Radfahrer soll neu eingeführt werden.

Mit ihrem Antrag wollen die Grünen erreichen, dass in den Kernbereichen von Alt-Viersen, Dülken, Süchteln und Boisheim zunächst Fahrradstraßen und später auch Fahrradzonen eingerichtet werden. „Damit wollen wir den Radverkehr in der Stadt durch einfache Mittel sicherer, bequemer und zukunftsgerichteter gestalten. Wir sehen das als konkrete, kostengünstige und zügig umzusetzende Maßnahme für den Klimaschutz“, erläutert Martina Maaßen, Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidatin der Viersener Grünen. „Fahrten mit dem Auto unter fünf Kilometern sind oft überflüssig. Fahrradstraßen und -zonen sind ein attraktives Angebot für den Radverkehr und machen den Umstieg leichter.“

Seit Ende April erlaubt die Straßenverkehrsordnung  die Einrichtung von Straßen und Zonen, auf denen Tempo 30 vorgeschrieben ist und Fahrräder immer Vorfahrt haben. Es darf nebeneinander geradelt werden, und der motorisierte Verkehr muss sich ihnen anpassen, wenn er durch Zusatzbeschilderung zugelassen ist. Anlieger, Lieferanten und andere Berechtigte sollen auch nach Meinung der Grünen weiterhin erlaubt sein, wo dies erforderlich ist.

In einem zweiten Schritt sollen nach Ansicht der Grünen möglichst viele der neuen Fahrradstraßen zu Fahrradzonen zusammengefasst werden. Dazu Reiner Neuß, Verkehrsexperte der Viersener Grünen: „Die ohnehin vorhandenen Tempo-30-Zonen bieten sich dafür an. Wir können uns aber auch vorstellen, dass mittelfristig die Bereiche innerhalb der Ringstraßen zur Fahrradzone werden. Das würde Viersen schlagartig zu einer der fahrradfreundlichsten Städte am Niederrhein machen.“

Die Neufassung der Straßenverkehrsordnung macht es auch möglich, an Ampeln den Grünen Pfeil extra für Fahrräder einzuführen. Das neue Verkehrszeichen dafür wollen die Grünen in Viersen flächendeckend einführen.

Mit ihrem Antrag wollen die Grünen einen ihrer Programmpunkte zur Kommunalwahl durchsetzen, in dem sie fordern, dass Fahrräder und Fußgänger dem motorisierten Kraftverkehr als Verkehrsteilnehmer gleichgestellt werden. Maaßen: „Die neue Straßenverkehrsordnung eröffnet dafür Chancen, die wir für Viersen unbedingt nutzen sollten. Insbesondere die Einrichtung von Fahrradstraßen und -zonen wäre ein deutliches Signal für eine echte Verkehrswende und den Klimaschutz.“

Neuste Artikel

Fragen aus dem RP Wahlforum: Der Rat der Stadt Vieren wird durch Bürger der Stadt in verschiedensten Ausschüssen und Gremien gestaltet. Ist es möglich bei den Mitgliedern auch einmal, wie im Berufsleben, eine Altersgrenze zu setzen. Es ist mir unverständlich das sich in den Gremien und auf den verschiedensten Positionen Menschen tummeln die das Alter von 65 Jahren überschritten haben. Da muss man sich doch nicht wundern, das die jüngere Generation kein Int eresse für politische Aktivitäten und politisches Denken hat.

Fragen aus dem RP Wahlforum: Was tun Sie in Zeiten von Corona gegen das Problem völlig überfüllter Linienbusse, die unsere Schulkinder täglich zur Schule bringen?

Fragen aus dem RP Wahlforum: – Digitalisierung der Schulen (EvR intere ssiert mich am meisten). Wurde mittlerweile ein Status erreicht der einen echten Online Unterricht möglich macht? Livekamera aus dem Klassenzimmer heraus in dem der Lehrer präsent ist und die Liveinhalte an die Bildschirme der Kinder in Ihre privaten Zimmern gesendet werden. – Flächenverbrauch in Viersen gibt es eine Bilanz über den Landflächenverbrauch in Viersen z.B. der letzten 20 Jahre? Sieht man in der Verwaltung einen Zusammenhang zwischen Insektensterben bzw. erhaltung sowie fehlen des Versickerungswasser durch Versiegelung der Landflächen? Stichwort; Neubau an der Ernst Moritz Arndt Straße: Hier wurde eine blühende, wilde Wiese mit Schotter zugeschüttet und bebaut. Direkt dahinter steht die leere Halle von Draftex. Etwas weite r die Straße hinunter liegt die riesige Fläche von ehemals ATU brach. Gibt es ein Bewusstsein dafür, dass hier Flächen der Natur entnommen wurden auf die kein Bienchen mehr fliegen wird? Ein Bewusstsein dafür das diese Flächen an das Kanalnet z angeschlossen sind und somit kein Wasser mehr versickert? Dies alles vor dem Hintergrund, dass der nachhaltige Nutzen dieser neuen Gebäude bezweifelt werden kann. Gibt es Pläne für die Nutzung oder den Rückbau alter Brachliegender Gebäude? – Wahlberechtigung der Jugendlichen auch für Bundestagswahlen – Zusätzliche Stimmrechte für Eltern entsprechend der Zahl ihrer Kinder; womit den Interessen der jungen Menschen in einer überalterten Gesellschaft Rechnung getragen wird.

Ähnliche Artikel