Mit klaren Botschaften, persönlichen Einblicken und viel Gemeinschaft haben die Viersener Grünen in der Kneipe Alma³ in den Internationaler Frauentag hineingefeiert. Unter dem Motto „Join the Party, Sisters!“ wurde diskutiert, gesungen und schließlich gemeinsam in den 8. März hineingefeiert.
Rund 70 Frauen folgten der Einladung. Schon beim Come-Together wurde deutlich: Der Abend sollte kein symbolischer Termin sein, sondern eine Ermutigung. „Viele Frauen warten darauf gefragt zu werden, wartet nicht! Macht euch selbst auf den Weg, wir Frauen haben so viel beizutragen“, betonte Kerstin Höflich, frauenpolitische Sprecherin und Ratsfrau der Grünen in Viersen. Demokratie werde besser, wenn Frauen sie selbstverständlich mitgestalten.
Mit persönlichen Impulsen schilderten die eingeladenen Politikerinnen ihre unterschiedlichen Wege in die Politik, ehrlich, nahbar und ohne Pathos. So erklärte Meral Thoms (Grüne Landtagsabgeordnete aus Tönisvorst): „Wenn Frauen sich vernetzen, sich gegenseitig stärken und Verantwortung übernehmen, entsteht echte Veränderung.“
Dass Gleichstellung kein Randthema ist, machte Laura Steeger-Franke deutlich: „Solange Frauen in entscheidenden Gremien unterrepräsentiert sind, bleibt Gleichberechtigung unvollständig. Es geht nicht um Symbolik, sondern um echte Teilhabe.“
Den Blick auf die kommunale Ebene richtete Miriam Auner (Frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Kreis Viersen): „Gerade vor Ort wird spürbar, wie politische Entscheidungen in den Alltag hineinwirkten, von Kinderbetreuung bis Mobilität. Deshalb brauche es Frauen, die ihre Lebensrealitäten in Räten und Ausschüssen einbringen und politische Prozesse mitprägen.“
Nach den Beiträgen entwickelte sich ein lebhafter Austausch, es wurden Erfahrungen geteilt, Fragen gestellt und Kontakte geknüpft. Sabine Thönißen, Co-Sprecherin des Grünen Ortsverbands Viersen, fasste die Stimmung zusammen: „Es gebe nicht die eine weibliche Perspektive, aber viele Frauen mit Kompetenz, Mut und Ideen. Genau diese Vielfalt stärke demokratische Entscheidungen.“
Das bewusst gewählte Format, Kneipe statt Podium, erwies sich als Türöffner. Politik wirkte an diesem Abend nicht fern oder abstrakt, sondern greifbar und machbar.
Im Anschluss an den Austausch ging der politische Abend fließend in einen musikalischen über. Beim Mitsingkonzert von Tobias Janssen (Tea Jäy) wurde gemeinsam gesungen und gelacht. Für diesen Teil öffnete sich die Kneipe auch für weitere Gäste und der Internationale Frauentag begann nicht leise, sondern selbstbewusst und solidarisch.
Für die Organisatorinnen steht fest: Der 8. März erinnert an historische Kämpfe und daran, dass Gleichberechtigung kein Selbstläufer ist. Sie entsteht dort, wo Frauen sichtbar werden, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig stärken.