Im Rahmen der Müllsammelaktion „Viersen putz(t)munter 2026“ hat sich am vergangenen Samstag auch ein Team von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Viersen an der Säuberung öffentlicher Flächen beteiligt. Rund 15 engagierte Helfer*innen waren für die GRÜNEN entlang des Fahrradwegs Hoser Feld/Ransberg bis zur Apfelallee in Dülken unterwegs und sammelten dabei zahlreiche achtlos entsorgte Abfälle ein.
Zu den Fundstücken gehörten unter anderem Autoreifen, eine Schranktüre, E-Zigaretten, Spritzen, ein Spielteppich, Scherben und Flaschen. Die Funde zeigen erneut, wie gravierend das Problem von wildem Müll auch in Viersen ist.
Thomas Thiel, Ratsherr und Sprecher der Fraktion im Umweltausschuss der Stadt Viersen, erklärt dazu:
„Wilder Müll ist nicht nur ein Ärgernis für das Stadtbild, sondern auch eine ganz konkrete Gefahr für Tiere. Weggeworfene Verpackungen, Glasscherben oder Plastikreste stellen für Wildtiere und Haustiere eine erhebliche Gefahr dar. Tiere können sich an scharfen Kanten verletzen, sich in Abfällen verfangen oder Schadstoffe -etwa aus Zigarettenkippen- aufnehmen.“ Er ergänzt: „Wilder Müll ist zudem nicht nur ein Risiko für Tiere, sondern auch für Menschen – insbesondere für Kinder. Scherben, Spritzen und andere gefährliche Gegenstände, die auf Wegen, Spielflächen oder in Grünanlagen liegen, können schnell zu Verletzungen führen.“
Auf ihrer Sammelstrecke hat das Team der Viersener Grünen immer wieder auch wild entsorgte Gartenabfälle entdeckt. Dazu macht Thiel auf folgendes Problem aufmerksam: „Wenn Gartenabfälle einfach in die Landschaft gekippt werden, können z.T. gefährliche, nicht heimische Pflanzen oder Schädlinge in die Natur gelangen und heimische Ökosysteme belasten. Invasive Arten führen sogar zu einer Verdrängung der heimischen Organismen. Zusätzlich bedeutet der Grünabfall eine Düngung der Flächen und fördert besonders das Wachstum von sog. Stickstoffzeigern wie Gras, Brennnessel und Brombeere. Pflanzen, die weniger Nährstoffe benötigen, werden verdrängt und dadurch immer seltener. Grünabfälle können von Privatpersonen i.d.R. kostenlos z.B. bei der Sammelstelle an der Deponie abgegeben werden. Dort werden sie fachgerecht verwertet.
Am Ziel der Sammelstrecke auf der Obstbaumallee in Dülken gab es für alle Helfenden außerdem Apfelkuchen und Apfelsaft, den Günter Wessels, Leiter der Nabu-Ortsgruppe Viersen, nach spannenden Einblicken in die Entwicklung der Streuobstwiese am Ransberg spendierte . Der gemeinsame Abschluss bot eine schöne Gelegenheit zum Austausch und würdigte das Engagement der vielen Ehrenamtlichen.