Corona: Was sind Ihre politischen Schwerpunkte vor dem Hintergrund drohender leerer Kassen?

Die finanziellen Auswirkungen der Viruspandemie auf die städtischen Haushalte sind tatsächlich erheblich, wird aber durch den Umstand abgemildert, dass die krisenbedingen Mindereinnahmen und Mehrausgaben nicht unmittelbar die Stabilitätsmechanismen der kommunalen Haushaltsführung auslösen und damit konkret für Viersen das erneute Abgleiten in die Haushaltssicherung vermieden werden kann. Dennoch werden die Spielräume kleiner werden. Ohne die Unterstützung durch entsprechende Fördermaßnahmen des Bundes und des Landes werden wir als mittelgroße Kommune die Krise zwar bestehen, aber den Umgang mit ihr nicht mit Blick auf die Zukunft sinnvoll und nachhaltig gestalten können. Umso wichtiger erscheint es mir heute, dass wir die uns –– zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen, um eine echte Mobilitätswende mit einem an Bedarf und Service orientieren, zuverlässigen ÖPNV sowie einer gleichberechtigen Infrastruktur und Planung für die nicht-motorisierten Teilnehmer*innen herbeizuführen. Wir müssen alle städtischen Register ziehen, um den Eintrag klimarelevanter Stoffe in die Atmosphäre sofort zu bremsen und langfristig zu beenden. Neben dem Klimaschutz sollte die Anpassung unserer städtischen Infrastruktur an die nicht mehr zu vermeidenden Auswirkungen des Klimawandels im Vordergrund stehen. Ein wertvoller Bündnispartner im Kampf gegen den Klimawandel und ein wertvolles Instrument der Klimaanpassung ist das städtische Grün: Mehr Wald, mehr Natur in der Stadt, eine ökologische Aufwertung aller städtischen Flächen zu Gunsten der natürlichen Artenvielfalt – auch das sind Ziele, die wir schon in der „Opposition“ aktiv verfolgen und die ich als Bürgermeisterin engagiert in Angriff nehmen würde.

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Fragen aus dem RP Wahlforum: Der Rat der Stadt Vieren wird durch Bürger der Stadt in verschiedensten Ausschüssen und Gremien gestaltet. Ist es möglich bei den Mitgliedern auch einmal, wie im Berufsleben, eine Altersgrenze zu setzen. Es ist mir unverständlich das sich in den Gremien und auf den verschiedensten Positionen Menschen tummeln die das Alter von 65 Jahren überschritten haben. Da muss man sich doch nicht wundern, das die jüngere Generation kein Int eresse für politische Aktivitäten und politisches Denken hat.

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