Im Wahlprogramm ist von einem autofreien Tag die Rede, sollen Busse trotzdem fahren und wird es Ausnahmen geben, wie E-Autos, Hybriden und Menschen, die zur Arbeit müssen?

Die Frage bezieht sich auf unsere Forderung „autofreie Tage in den Stadtteilzentren“. Der Hintergrund: Wir fordern die grundsätzliche Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer unabhängig von dem Mittel, mit dem sie sich fortbewegen. Wir fordern nicht die Verbannung aller Autos aus den Zentren, sondern die Möglichkeit inbesondere für den Radverkehr, sich gleichberechtigt mit dem motorisierten Verkehr im Straßenraum zu bewegen. Dafür fordern wir Radstraßen und -zonen, wie sie die Straßenverkehrsordnung seit April dieses Jahres vorsieht. Da wir unser Programm zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen hatten, taucht dieser Punkt nicht explizit darin auf. Wir haben aber einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt und öffentlich beworben: https://www.gruene-viersen.de/antrag-fahrradstrassen-fahrradzonen-und-gruenpfeile-einrichten-die-chancen-der-stvo-novelle-fuer-den-fahrradverkehr-der-stadt-viersen-nutzen/

In unserem Programm fordern wir weiter: „Grün in Verantwortung feiert autofreie Tage mit Straßenfesten in den Stadtteilen, bei denen sich die Bürger*innen ihre Straßen zurückerobern.“ Autofreie Tage sollen also nicht regulär eingeführt werden – zum Beispiel einmal in der Woche oder ähnlich -, sondern zu herausgehobenen Anlässen zum Beispiel bei Stadtteilfesten die Straßen an die Fußgängerinnen und Fußgänger zurückgeben. Machen wir uns dabei klar, dass Wege und Straßen erst in den letzten Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg nach und nach immer mehr zum alleinigen „Machtbereich“ von PKWs geworden sind. Es ist also nicht selbstverständlich, dass der motorisierte Individualverkehr das Bild unserer Städte prägt und dass in der Folge Fußgänger*innen und Radfahrende um die verbleibenden Flächen am Rand der Straßen konkurrieren müssen. Der Dominanz des Autos wollen wir aktiv entgegenwirken, auch durch symbolisch gedachte „autofreie Tage“. In der Sache dürften aber Fahrradzonen uns dem Ziel der Gleichberechtigung im Straßenverkehr näher bringen. Vor diesem Hintergrund also unsere Antwort: Autofrei ja, aber nur symbolisch und zu bestimmten Anlässen – natürlich mit Ausnahmen für Busse und öffentliche Verkehrsmittel. Dauerhaft Vorfahrt  wollen wir für den Radverkehr.

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