19.06.2019 Landesgartenschau weitere Perspektiven?

Sehr geehrte Frau Anemüller,
mit Bedauern haben wir zur Kenntnis genommen, dass die Stadt Viersen nach einer ers-ten Bewertung durch ein als Gutachter beauftragtes Büro für Landschaftsarchitektur kein ausreichendes Potenzial für eine Bewerbung um die Landesgartenschau 2026 ha-ben soll und allenfalls als Nebenschauplatz für eine mögliche Landesgartenschau in Grefrath berücksichtigt werden kann.
Vor diesem Hintergrund beantragt die Fraktion von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN Viersen:
Die Verwaltung möge einen detaillierten schriftlichen Bericht vorlegen, aus dem konk-ret hervorgeht

  1. welche möglichen Standorte, Szenarien und Konzepte für eine Landesgarten-schau in der Stadt Viersen geprüft und wie diese genau durch den beauftragten Gutachter bewertet wurden;
  2. wie Viersen als „Nebenschauplatz“ in eine mögliche Landesgartenschau in Grefrath integriert werden soll und welche Kosten und welcher Nutzen durch diese Planungen für Viersen zu erwarten sind.
    Begründung:
    Unsere Fraktion würde es sehr begrüßen, wenn es gelingen könnte, die Landesgarten-schau im Jahr 2026 in die Kreisstadt Viersen zu holen.
    Die Vorbereitung und Durchführung eines derartigen Großereignisses würde der nach-haltigen Entwicklung des Stadtgebiets einen enormen Schub verleihen, unserer Stadt über die Landesgrenzen hinaus einen Imagegewinn verschaffen und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt einen noch engeren Bezug zu ihrer Heimat schenken.
    Antrag: Landesgartenschau weitere Perspektiven?
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    Die dauerhafte Investition in die Grüne Infrastruktur unserer Stadt macht sich weit über das Jahr 2026 bezahlt und würde durch das Land Nordrhein-Westfalen mit einer erheb-lichen Fördersumme unterstützt.
    Die Entscheidung gegen eine Bewerbung der Kreisstadt Viersen, die lediglich auf der Grundlage einer Vorerkundung eines Gutachters erfolgt ist, den wir als Stadt nicht ein-mal selbst beauftragt haben, ist für uns erst einmal nicht nachvollziehbar. Aus diesem Grunde bitten wir um einen ausführlichen und detaillierten Bericht zum bisherigen Ver-fahren in Schriftform an den Rat der Stadt.
    Dass die Absage an eine Bewerbung der Stadt darüber hinaus als „Geschäft der laufen-den Verwaltung“ durch die Stadtspitze in einer informellen Runde der Bürgermeisterin-nen und Bürgermeister des Kreises Viersen mit dem Landrat erfolgt ist, ohne die politi-schen Gremien an der Entscheidung zu beteiligen, halten wir für unzumutbar und nicht zielführend.
    Bei einer Beteiligung Viersens als „Nebenschauplatz“ einer möglichen Landesgarten-schau in Grefrath wäre vorab genau zu prüfen, wie sich diese Beteiligung auf den städti-schen Haushalt auswirken würde, da Viersen als kleinerer Partner kaum die Kontrolle und Verfügungsgewalt über Einnahmen und Ausgaben der Landesgartenschau haben wird – sich aber möglicherweise mit eigenen Mitteln als Geldgeber in das Gesamtpro-jekt einbringen muss. Aufwand und Nutzen sollten hier in einem vertretbaren Verhältnis zueinander stehen.
    Den Mehrwert für die Stadt Viersen als einer von mehreren Satelliten-Standorten des Großereignisses in der wesentlich kleineren Nachbargemeinde Grefrath schätzen wir eher als gering ein, da das zentrale Gelände, mit dessen Eintrittsgeldern auch die erfor-derlichen Einnahmen erwirtschaftet werden können, wohl letztlich entscheidend für die Verwendung der zur Verfügung stehenden Fördergelder und auch für den Imagegewinn sein wird, den eine Kommune als Ausrichterin einer Landesgartenschau für sich verbu-chen kann.

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